Ins Firmenbuch geschrieben

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Liebe Firmenchefs, HR Manager und Recruiter. Ich schreibe Ihnen gerne ins Stammbuch – oder auch ins „Firmenbuch“ meinen Wunsch: Behandelt Menschen, die sich um einen Job in ihrem Unternehmen bewerben, wie Kunden. Und Kunden sind hoffentlich eine Zusage oder Absage wert.

Ratgeber für Jobsuchende gibt es wie Sand am Meer. Der Arbeitssuchende wird geschult und trainiert, steckt Zeit und Geld in die Bewerbungsunterlagen. Vom professionellen Foto und einem EU genormten Lebenslauf, einem fallweise geforderten Video und einem engagierten Motivationsschreiben ist hier die Rede. Leider gibt es kein Training für die Verantwortlichen, wie sie mit Absagen an Arbeitssuchende umgehen sollen. Da besteht Handlungsbedarf.

Die Ausrede „Information ist eine Holschuld“ lasse ich nicht gelten. Bei telefonischer Nachfrage ist der zuständige Mitarbeiter in der Regel nicht erreichbar. Rückrufe werden versprochen und sehr selten finden sie wirklich statt. Als ich eine höfliche Anfrage an eine Firma schrieb, bei der ich mich beworben hatte, wurde mir auf gut wienerisch „der Kopf gewaschen“. Es handelte sich übrigens nicht um einen Frisiersalon. „Was ich mir denn einbilde, so ein unhöfliches Mail zu senden! Selbstverständlich wäre ein Absagemail versendet worden.“ Angekommen ist es nicht. Zu einem Tastendruck „weiterleiten an“ und einem nochmaligen Senden hat es nicht gereicht.

Sie wünschen kompetentes Auftreten, ausgezeichnete schriftliche Ausdrucksfähigkeit, Engagement, Kommunikationsfreudigkeit und eigenverantwortliches Handeln? Ich auch.

 

3 COMMENTS

  1. KURIER 25.04.14 Österreichs Firmen lassen ihre Bewerber zappeln

    Der Kurier zitiert eine Studie von karriere.at bei der 181 heimische HR Manager befragt wurden. 36% gaben an sich binnen 24h nach Einlangen der Bewerbung zu melden, 29% reagieren binnen weniger Tage, 16% halten sich an die 2 Wochen Frist und 17% gaben zu, dass bei ihnen Verbesserungsbedarf besteht.

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